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Archiv

10 Responsive Designs, die wir lieben

geschrieben von Olga

Das Thema responsive Design wird von unseren Agentur-Kunden immer öfter nachgefragt: in den letzten Jahren haben wir diverse Webshops, Online-Plattformen und einfachen Webseiten in dem responsive Prinzip umgesetzt. Kein Wunder: laut der neusten Studie von Adobe (Quelle: Adobe Studie) kaufen 44% von Tablet-Nutzer und 22% der Smartphone-Nutzer über ihre mobilen Geräte ein. Immer wieder stellt man sich die Frage, was gutes responsive Design ausmacht. Am Beispiel von verschiedenen 10 responsive Webseiten möchte ich zeigen, was wir am responsive Design lieben und was uns inspiriert.

 

Indochino READY

http://www.indochino.com/ Was macht einen guten Klamotten-Shop aus? Gute Bilder. Indochino nutzt perfekt die Möglichkeiten, die responsive Deisgn bietet, um Akzent auf Visuelles zu setzen. Ein anderer Vorteil von diesem Shop ist die Side-Navigation, diese spart Platz und erleichtert die Orientierung im Webshop. In diesem Shop ist nicht nur die Startseite qualitativ und gut durchgedacht: auch Katalog, Warenkorb und Produktdetailseite sind für mobile- oder tablet-Nutzer ideal. Klare Struktur, große Buttons (was leider ganz oft vergessen wird), native-like Bilder-Slider und viel mehr.

 

yoke READY

http://thisisyoke.com/ Yoke ist eine Design-Agentur, die durch ihre responsive Webseite einen freundlichen und ganz persönlichen Eindruck macht. Mit insgesamt drei Breakpoints und drei Varianten der Navigation macht Yoke die User-Experience auf allen Geräten angenehmen. Für jede Version hat Yoke ein sauberes Design und eine verständliches Struktur zu bieten. “Take me to the top” Button ist ein netter Bonus, der sagt “wir haben an deinen Komfort und an deine Zeit gedacht”

 

 

Responsive Demoshop by bloopark READY

 

http://bloopark.de/ResponsiveShop
Basic Foot ist eine Demo-Webseite von bloopark, die zeigt, wie ein mobile-optimierter Onlineshop auf unterschiedlichen Geräten aussehen kann. Mit dem drei-spaltigen Raster wird die Produktdarstellung für 5 unterschiedliche Bildschirmgrößer optimiert. Auch Navigation, Warenkorb und Checkout sind responsive.

 

Food Sense READY

http://foodsense.is/ Sauberes Layout, leckere Bilder und klare Struktur verschaffen ein gutes Gefühl für Foodsense-Besucher. Auch wenn die Links in der Navigation auf manchen Geräten zu klein sind, finde ich die Lösung mit unterschiedlicher Navigation für unterschiedliche Browser-Größen einzigartig. Mit ganz viel Informationen in der größten (Desktop) Version ist im Gegensatz dazu die kleinste Version (Mobile Portait) ganz minimalistisch gehalten. Das zeigt mir, dass die Inhaltspriorisierung bei Foodsense gut funktioniert (das kann ich, als Konzepter sagen, das es keine einfache Aufgabe ist). Bravo, Foodsense, mein Appetit ist geweckt.

 

 

Maryland Beer is Good READY

http://mdcraftbeerfestival.com/ Die Webseite von Maryland Craft Beer Festival ist wirklich nur eine Seite. Neben gutem und professionelem Design bieten Craft Beer eine minimalistische Lösung für responsive Design. Ein Breakpoint und nur 2 Versionen: Mobile und Desktop mit allen Infos auf einer Seite – perfekt für überzeugende mobile-Benutzer, die sehr gerne sliden.

 

Ready to Inspire READY

http://2012.inspireconf.com/ Ready to Inspire ist eine Design-Konferenz, natürlich muss das Design der Webseite gut aussehen. Hochqualitative Grafiken, perfekte Darstellung und schöne Farbpallete. Durch das Layout, das die Informationen von oben nach unten präsentiert ist auch die mobile Version den anderen ähnlich.

 

United Pixelworkers READY

http://www.unitedpixelworkers.com/ United Pixel Workers ist ein Onlineshop, in dem man T-Shirts und Accessoires mit IT-Relevanten Logos kaufen kann. Für die IT-Thematische Webseite ist es selbstverständlich, an responsive Webdesign zu denken. Mit klaren Linien, Informationsboxen und großer einfachen Typographie ist es sehr einfach, die Seite für kleine und große Geräte zu optimieren. In der Mobile- und Tablet-Version sind Warenkorb und Navigation auch optimal für ein gutes Besucher-Erlebnis gestaltet.

 

Tattly™ READY

http://tattly.com/ Tattly verkauft temporäre Tattoos, die von Designern und Illustratoren kreiert wurden. Dieser Onlineshop nutzt ein einfaches Raster, was zusammen mit schwarz-weißer Farbpallette am meisten Aufmerksamkeit auf Produktbilder zieht. Die responsive Idee ist genau so einfach wie das Design-Konzept. Das Geniale ist so einfach!


Home | crayola.com READY

http://www.crayola.com/ Die Crayola responsive Seite ist ein gutes Beispiel dafür, wie man ganz viel Inhalt in einer mobilen Version zusammenfassen kann. Die Desktop-Version hat ganz viele Navigationsebenen und Tabs. In mobiler Version sind aber nur die wichtigsten Navigationselementen angezeigt und die Hauptnavi ist in einem freundlichen Accordion-Menu zusammengeklappt.

 

Starbucks Coffee Company READY

http://www.starbucks.com Für die Starbucks Webseite sind die Mobile-Besucher besonderes wichtig: wie Studien zeigen (http://www.go-globe.com/blog/mobile-commerce/), sind für 80% der Smartphone-Besitzer Standort-Relevante Informationen wichtig. Über 75% von ihnen reagieren darauf und unternehmen das, was sie auf ihrem Smartphone gefunden haben. Aus diesem Grund legt Starbucks sehr viel Wert auf reponsive Design: Die Webseite ist einfach zu navigieren und gut zu bedienen.

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youtailor - Guter Shop trotz Insolvenz?

geschrieben von Denis auf Basis der Kursarbeit von Mareike Dübel, Christian Fernandes Ferreira, Florian Hermes, Christoph Schneider, Sebastian Wolf im Fach E-Business an der BiTS Iserlohn

Als letzte Arbeit der Sommersemester 2012 E-Business Kurse sollte dieser Beitrag zu You Tailor entstehen. Inzwischen gedeiht die Schlammschlacht um Youtailor-Bestellungen und unzufriedene Kunden, die bereits gezahlt haben, ohne ihre Ware zu erhalten.

Auf gruenderszene.de wurde im Juli 2012 ein viel diskutierter Artikel über die Zustände der Firma gepostet. Im Blog Stenographique berichtete Philipp über seinen Monate alten Einkauf und die Briefe des Insolvenzverwalters, die sogar darauf hoffen lasse, dass Youtailor wieder aufgewärmt wird, wenn auch unter anderem Namen. Sehr interessant sind die Kommentare, wo bis in den Januar rein noch über die Entwicklung gepostet wird.

Auf youtailor.de kann man allerdings bis heute Bestellungen aufgeben und tappt somit in die Falle. Die Grafik auf der Bestellbestätigungsseite ist dabei gradezu sarkastisch:

Bildschirmfoto 2013-01-17 um 16.00.48

Natürlich lassen wir uns nicht abschrecken und beleuchten trotzdem den Shop. Also führen eher eine Autopsie an diesem Shop durch anstatt ein lebendes Objekt zu betrachten.

Direkte, noch lebenden Konkurrenten sind z.B.:

  • Tailorstore.de (bieten Chino-Hosen und Unterwäsche an, keine Sakkos oder Anzüge an; Produktion in Schweden; 9-15 Arbeitstage Lieferzeit in Schnitt)
  • Hemdwerk.de,
  • iTailor.de (Außergewöhnlich günstig im Vergleich zu YouTailor.de und Tailorstore.de; weniger Auswahlmöglichkeiten und Informationen zur Stoffauswahl bzw. Qualität der Ware; Hemden, Anzüge, Westen, Tuxedo, Jeans; Monogramm „Specially tailored for (Name)“ inklusive; Lieferzeit 5-6 Wochen, ebenso Einschränkungen in Garantie wie YouTailor
  • massschneiderhaus.de (Hemden, Anzüge, Mäntel; sehr günstig, werben mit sehr schneller Lieferzeit; kaum Informationen über Qualität und Beschaffenheit; produziert in China; wirkt sehr unseriös, schlechtes Deutsch)

Erster Eindruck

Auf den ersten Eindruck sieht Youtailor sehr aufgeräumt aus. Die Homepage ist gefüllt mit verschiedenen Angeboten und Produktbilder, der Footer ist voll mit Links zu Services usw. und einen langen SEO-Text gibt es auch zu lesen. 

Das Sortiment

 Auf Youtailor finden sich nur no name Produkte, bzw. Eigenmarke, keine A-Marken o.ä. Alle Produkte liegen vom Preissegment her im niedrig- bis mittelpreisigen Segment. Zum Beispiel:

  • Hemd Youtailor: von 39,- bis 106,-
  • Hemd VanLaack: 79,- bis 179,-
  • Anzug Youtailor: von 249,- bis 462,-
  • Anzug C&A: 69,- bis 199,-
  • Anzug BOSS: 319,- bis 799,-

Im Prinzip ergeben sich aufgrund der Kombinationsmöglichkeiten der diversen Stoffe, Schnitte / Eigenschaften der jeweiligen Produkte nahezu endlos viele konfigurierte und kaufbare Artikel.

Zugang & Useability

Bildschirmfoto 2013-01-17 um 17.35.00

Auf youtailor.de wird in der Navigationsleiste zuerst nach Geschlecht unterschieden, anschließend darf der User wählen, ob er/sie selber designen will oder fertige Designs zu Produkten ansehen will. Er danach folgt das Produkt. Gleichzeitig werden Anlässe, sprich: Themenwelten, angeboten in denen diverse Produkte zusammengefasst sind.

Insgesamt ist die Hierarchie recht flach. An contentlastigen Seiten gibt es nur die Homepage. Die 2. Ebene der Navigation ist nicht ansteuerbar, auf der 3. Ebene folgt bereits eine Produktliste oder das Toll zum Designen von Produkten.

Das zentrale Tool, der Produktkonfigurator, ist intuitiv bedienbar und besitzt 2 Schwierigkeitsstufen. Als “Expert” kann man selber mehr Angaben zum Produkt machen, wobei man mit “Easy” einige Entscheidigungen abgenommen bekommt. Insgesamt macht es immer wieder Spaß sich durch die Stoffe und Muster zu wühlen.

Eine onsite Suche als Zugangsweg fehlt komplett.

Produktpräsentation

Bildschirmfoto 2013-01-17 um 17.36.28Aufgrund der Möglichkeit jegliche Produkte anzupassen sind Filter in der Produktliste der vorgefertigten Produkte nicht zwingend notwendig, auch wenn es sicherlich eine Hilfestellung für die User wäre.

Für die vorgefertigten Produkte existieren eigene Produktdetailseiten, die die Infos und Attribute auflisten und von wo aus sie editiert werden können.

Bilder und Ansichten gibt es von den Produkten genügend aufgrund, was bei einem Produktkonfigurator / einem Shop, der auf customization setzt auch der Fall sein sollte.

 

Services

Bildschirmfoto 2013-01-17 um 17.38.48Tritt man auf youtailor.de den Weg zur Kasse an findet sich kein Gast-Checkout, man muss bei der Dateneingabe einen User-Account anlegen. An Zahlarten finden sich Kreditkarte, Vorabüberweisung, Lastschriftverfahren, PayPal und Moneybookers. Gutscheine gibt es ebenfalls.

Sehr gut ist, dass man sich neben Produkten auf Stoffe merken kann und somit differenzierter merken kann.

Eine mobile Version der Seite oder eine App gibt es nicht. Weiterhin fehlt die Möglichkeit zur direkten Interaktion auf der Seite (Bewertungen, Kommentare). Social Media-seitig werden ein Blog, Facebook, Twitter und Youtube bearbeitet.

Trusted Shops war mal an board. Inzwischen ist im Shop nur noch das selbst erstellte Siegel für “100% Zufriedenheitsgarantie” zu finden.

Die einzige Kontaktmöglichkeit ist ein Kontaktformular.

Fazit

Bildschirmfoto 2013-01-17 um 15.54.09Technisch gesehen ist youtailor.de ein brauchbarer Shop, der noch einiges an Potenzial beinhaltete: Suche, Bewertungen, ordentliche Kontaktmöglichkeiten usw. Nach jetzigem Stand wirkt der Shop natürlich etwas leer.

Schade, dass der Shop platt ist. Insgesamt gibt es allerdings genügend Auswahl an Maßkleidung, so dass Kunden nicht verzweifeln müssen.

Sehr schade ist, dass weiterhin Bestellungen aufgegeben werden können trotz scheinbar nicht funktionierender Lieferung. Das ist nicht ok. Die letzten Einträge auf Twitter oder im Blog sind von September und Oktober 2012. Das Thema Lieferstop oder Lieferengpass kommt nirgends zur Sprache.

Wer sich die Präsentation der Studenten ansehen will, kann dies auf Prezi machen.

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design3000 - Gute Geschenke, guter Shop?

geschrieben von Denis auf Basis der Kursarbeit von Mareen Bornhold, Christian Kersten, Marie-Luise Niepel, Nicole Susenburger, Lena Blom, Sarah Kampwerth, Christian Kaulich, Clarissa Rahe, Christina Schauerte, Markus Wienkötter im Fach E-Business an der BiTS Iserlohn

Zuletzt schrieben wir im Oktober 2012 im Rahmen der Studentenarbeiten ”meine” BiTS Studenten über leiser.de, nun wollen wir so langsam die letzten Arbeiten der Studenten veröffentlichen.

Aus gegebenem Anlass geht es in diesem Beitrag um design3000.de . Kürzlich berichtete Jochen Krisch über Design 3000 und stellt anhand des Unternehmens eine aktuelle Facette des eCommerce-Marktes in Deutschland dar (excitingcommerce.de: Design 3000 und was den Online-Handel heute bewegt) :

Das zeigen Unternehmen wie Design3000, das 1999 gestartet ist und 2009 bei einem Umsatz von rund 4 Mio. Euro lag. Seitdem hat es seine Umsätze verdoppelt – auf mittlerweile 8 Mio. Euro (2012) nach 5,3 Mio. Euro (2010).

In den excitingcommerce Beiträgen ist die aktuelle Lage von Design 3000 recht detailliert geschildert (Design 3000 steigert sich 2012 auf 8 Mio. Euro UmsatzDesign 3000 Gründer Frank Levita im ausführlichen Interview).
In diesem Beitrag soll es wieder einmal um eine pragmatische Betrachtung des Shops gehen. Die Studenten untersuchten im Sommer 2012 design3000.de hinsichtlich einiger im Unterricht besprochenen Hebel und Wirkungsmechanismen, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Da sich aus 2 Kursen je eine Gruppe mit design3000.de beschäftigt haben, handelt es sich hier um die Ergebnisse zweier Gruppen.

Erster Eindruck

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 13.52.24design3000.de macht auf den ersten Blick einen sehr vollen, aber nicht überfüllten Eindruck. Auf weißem Hintergrund, der die Seite sehr hell, leicht, angenehm wirken lässt kommt die farbenfrohe Landschaft aus Teasern, Icons, Buttons usw. gut zur Geltung. In allen Ecken der Seite gibt es Details zu entdecken. design3000.de bietet schon auf den ersten Blick viele Leistungen, die dem ungeduldigen Nutzer allerdings eventuell nicht auffallen aufgrund der Masse an Information.

Das Sortiment

design3000.de bietet Wohnaccessoires und Möbel an und betont dabei sehr stark den Geschenke- und Lifestylecharakter der Produkte. Es wird versucht renommierte Marken des Sortimetsbereichs und Produkte junger Designer unter einen Hut zu bringen. Zum Stand der Untersuchung: 223 Marken und 163 Designer in 678 Kategorien.

Die Schwerpunkte liegen der Navigation nach zu Urteilen bei folgen Bereichen: Geschenke, Wohn- & Lifestyle,  Kinderland, Essen & Trinken, Outdoor, Sales, Wohntrends. Dabei liegen bis zu  2900 Produkte in jeder Kategorie, inkl. Dopplungen.

Zugang & Useability

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 15.07.32An Zugängen zum Sortiment mangelt es dem Shop nicht. In der Hauptnavigationsleiste sind 7 Punkte in einer Reihe zu finden, also alles sehr übersichtlich. Direkt darunter findet sich linksbündig das Suchfeld. Das Suchfeld könnte größer sein, ist aber dennoch gut zu finden da sich Suchfeld und Hauptnavigation auf einem durch Schattierung abgesetzten Hintergrund befinden.
Im Contentbereich der Seite ist auf der Startseite des Shops ein Bereich mit Links zum Thema “Stöbern” und “Shoppen nach Farben” zu finden. Der Rest des direkt sichtbaren Bereichs ist mit Teasern gepflastert. “Below the fold” finden sich noch ein paar “Geschenke & Designtipps” (= Produktempfehlungen), ein Slider mit Markenlogos (verlinkt), ein SEO-Text und der massive Footer, der nur so vor Serviceinfos strotzt.

Am rechten Browserrand kleben dauerhaft einige Reiter, die sich auf Klick öffnen: Aktionen, Link zu den jeweiligen Social Media Accounts. Google+, Facebook, Pinterest, Twitter sowie ein eigenes Blog sind vorhanden. Besonders Interessant dürfte wohl die Entwicklung des Pinterest Accounts sein da auch immer wieder zu lesen ist, wie gut im Möbelbereich Pinterest die Kunden aufgrund der gelungenen Visualisierung der Produkte anlockt. Zum Zeitpunkt der Untersuchung klebte an dieser Stelle übrigens nur der Aktionsreiter. Der Pinterest Account wurde auch erst gegen Ende des Jahres in Betrieb genommen.

Die Suche arbeitet übrigens sehr schön mit einem Search Suggest, welches die eingegebenen Buchstaben highlighted. Nach Verwendung der Suche offenbart sich allerdings eine deutliche Schwäche: Die Filter. Weder in der After Search Navigation noch in der herkömmlichen Navigation findet der User viele Filter. Nach einigen Stichproben fanden wir lediglich einen Filter nach price range und einen nach Farbe. Material, Anlass, Geschlecht, Thema, Größe,…..alles nicht vorhanden.

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 15.28.31Kleinere Features, wie die bread crumb Navigation, Sortierfunktion und eine Deutsch / Englisch Sprachwahl runden den Shop, der auf Oxid basiert und Econda getrackt wird, ab.
Laut Pingdom hat design3000.de eine page size von ca. 820 kb (Juni 2012: 884 kb) und zählt 66 Requests (Juni 2012: 97, was zu einer load time (von Dallas aus) von 3,3 Sek. (Juni 2012: 5,4 Sek.) führt. Das ist schon sehr gut.

Wonach wir vergeblich suchten wir eine mobile optimierte Seite oder eine App. Auch für Tablets gibt es keine eigene Aufmachung.

Produktpräsentation

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 14.37.18

Die Produktpräsentation ist ansprechend aufbereitet. Zu jedem Produkt gibt es mehrere Bilder, meistens 3-4 verschiedene. Auf Mouse Over öffnet sich ein Zoomfenster.
Die Produktbeschreibungen sind nicht immer sehr üppig, enthalten aber alle relevanten Infos. Des Weiteren werden “Infos zur Marke” und “Infos zum Designer” angeboten.

Neben 2 Arten der Produktempfehlungen sind Produktbewertungen möglich. Recht neu sind die Optionen “Benachrichtigen sobald Artikel verfügbar”, “Freunde fragen & Freunden zeigen”, ” Merkzettel” und “Wunschzettel”. Wobei man für die Zettel eingeloggt sein muss, was die Verwendungshäufigkeit dieser Features d

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 14.37.48

eutlich schmälern sollte. Einen Produktvergleich gibt es nicht. Ist aber auch nicht so schlimm im Möbelbereich.
Sehr schön ist die Listung weiterer Produkte aus derselben Serie.

Ausverkaufte Produkte werden im Shop belassen, verfügen aber nicht über einen Warenkorbbutton. design3000.de setzt auf den Detailseiten sehr prominent auf Payback-Punkte, die der Kunde mit dem Kauf bekommt.

 

Services

Bildschirmfoto 2013-01-13 um 15.59.21design3000.de bietet recht viele Services an. Im Vergleich der Beobachtung von 2012 und 2013 wurden div. neue Services getestet oder eingeführt. Das design3000.de scheint sich mit einer gesunden Geschwindigkeit neuen Features zu nähern. Anbei ein kleiner Überblick der Services, ohne Gewähr auf Vollständigkeit:

  • Zahlarten: Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte, Vorkasse, Nachnahme, PayPal. Die Bedingungen sind sehr transparent in den FAQ erläutert. Bis 200€ auf Rechnung, 4% Skonto bei Vorkasse usw.
  • Checkout: Kauf auch als Gast oder PayPal Express
  • Trusted Shops Schutz
  • 100 Tage Rückgaberecht
  • Schnelle Lieferung: Pixi Versandbarometer (Juni 2012 99% in 24h, Janaur 2013 92% in 24h)
  • Payback Punkte
  • Kostenlose Rücksendung
  • Ab 30€ versandkostenfreie Lieferung
  • Hotline zum Ortstarif
  • Alle nötigen Kontaktmöglichkeiten
  • FAQ umfassen Fragen zu Lieferung, Versand, Packstationen, Zahlweisen, Retouren

Einen Servicechat oder Call Back gibt es nicht.

Fazit

Alles in allem ein sehr guter Shop. Kein Wunder, dass Design3000 nachhaltig, organisch gut wächst und einer positiven Zukunft entgegenblickt. Neben den offensichtlichen Features gefällt sehr gut, dass an diversen Stellen des Shops nette Details untergebracht sind. So wird zum Beispiel im Warenkorb dezent darauf hingewiesen, wie viele € noch fehlen bis zur Versandkostenfreien Bestellung. Hier merkt man deutlich, dass das Team sich viele Gedanken um Userführung und realisitsche Use Cases macht.

Als Chancen zur Verbesserung sehen wir:

  • Mobile Frontend, App(s), Tabletoptimierungen: In USA finden ca. 11% der Onlineumsätze über mobile Endgeräte, allem voran Tabletts statt. Allem Anschein nach folgt Deutschland (wie immer) mit leichtem Verzug dieser Entwicklung.
  • Filter: Auf den Produktdetailseiten sind diverse Informationen, die sich für Filter verwenden lassen würden bereits aufgeführt. Warum nicht auch in den Produktlisten nutzen? Filter sind anerkanntermaßen wichtig für die Findbarkeit von Produkten. Bei design3000.de würde z.B. auch ein spitzer Filter wie “Designer” Sinn machen, um diese Produkte weiter in den Vordergrund zu stellen.
  • Ein Wunsch- oder Merkzettel ohne Login würde mehr Komfort und evtl. ein paar zusätzliche Anmeldungen bringen.
  • Ein Servicechat, bzw. eine Möglichkeit zum Call Back ist nicht vorhanden. Diese Services wären das Tüpfelchen auf dem Service-i.
  • Bei den Zahlarten fehlen die bekannteren Zahlarten Sofortüberweisung und Giropay.
  • Wir sind gespannt, ob langfristig mit Criteo gearbeitet wird da dieses Werbenetzwerk sehr kritisch hinsichtlich einer effizienten KUR gesehen wird, bzw. Retargeting ansich gefährlich sein kann.
  • Last but not least: Eine Empfehlung für den Checkout wäre weniger klickbare Flächen zu zeigen. Dies im Sinne einer Conversionoptimierung. Nicht immer muss man den Usern alle Handlungsmöglichkeiten geben.

Neben allen Beiträgen über Design3000 auf strategischer Ebene hoffen wir, dass sich diese pragmatische Sicht evtl. etwas zum weiteren Erfolg des Shops beiträgt.

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Strategiefalle eCommerce – Marktdisruption im stationären Handel

geschrieben von Marcel

Disruptive Veränderungen in Märkten hat es immer gegeben. Der Stummfilm überlebte nicht, das Radio wurde vom Video-Star gekillt und analoge Fotografie ist nur noch etwas für Puristen.  Ältere unter uns erinnern sich vielleicht noch an einen funktionierenden Markt für Medien oder eine Welt, in der es herrschende Musikverlage gab. Auch der  Katalogversandhandel war einmal erfolgreich.

Gemein waren vielen Veränderungen stets Ergänzungen, die dem bisherigen Geschäft eine neue Dimension gaben – Im Falle von Stummfilm und Radio waren das Ton bzw. Video. Im Fall der letzten drei Beispiel kam eine neue, aggressive Variante der Disruption hinzu: Der Ersatz eines Distributionskanal durch einen anderen, dem Internet. Soweit so gut, allerdings war der Kanal in jenen Fällen mehr als nur ein Kanal. Er war zeitgleich der wichtigste USP der Anbieter.

Denn nur Verlage und TV-Sender konnten das Fernsehnetz bespeisen oder Papier drucken und dafür  Gebühren nehmen, nur Versandhändler konnten via Katalog Ware den Kunden auf Distanz präsentieren. Diese Märkte waren durch die schwere Bespielbarkeit der Kanäle ziemlich geschlossen und sauber verteilt. Das Internet hat diese Eigenschaft und damit den wichtigsten USP der genannten Märkte erodiert. Auf einmal sind Angebot und Vertrieb sauber zu trennen, sie sind nicht mehr von einander abhängig. Der Zeitungsinhalt braucht z.B. keine Zeitung mehr, die Musik keine CD. Die Folge sind hysterische Versuche der betreffenden Branchen den Status Quo zu bewahren. Die Musikindustrie hat das bereits hinter sich, die Verlage kämpfen mit aller Macht und aller Lobby dagegen an, der klassische Versandhandel ist gerade dabei, entweder nahezu widerstandslos zu sterben, bzw. sich zu häuten und reine eCommerce-Unternehmen hervorzubringen. Ihm kommt zu Gute, dass die Inhalte, also die Ware, materiell sind und somit nicht gratis zu bekommen sind – so bedarf es „nur“ einer Adaption der Geschäftsmodelle, um weiterhin Waren auf Distanz zu verkaufen.

Schwieriger ist die Situation allerdings für den stationären Handel, der bisher unbemerkt von der veränderten Handelswelt sein Dasein fristen durfte. Doch inzwischen ist der Online-Handel so groß, dass bereits einige Branchen auch im Stationärumfeld massive Probleme bekommen.

Unternehmer wissen, dass ihr Unternehmen nur dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn sie über mindestens einen strategischen USP verfügen, den ihr Wettbewerb nicht hat. Ansonsten wird es sie über kurz oder lang nicht mehr geben. Im produzierenden Gewerbe lässt sich das über Produktadaptionen oder Innovationen noch darstellen, im  stationären Handel gibt es bisher auch eine Menge bisher persistenter USP’s

  1. Das gehandelte Sortiment
  2. Die Kaufberatung
  3. Die sofortige Verfügbarkeit
  4. Die Lage

Lange Zeit, bedingt durch die Anfänge des eCommerce, waren diese USP’s unantastbar und garantierten den Händlern die benötigten Margen. Doch inzwischen geraten diese USP’s in Gefahr. Dank Long Tail ist die reine Sortimentszusammenstellung irrelevant, die Kaufberatung übernehmen guter Content , intelligente Features oder werden einfach durch wahllose Auswahlbestellungen ersetzt. Sofortige Verfügbarkeit im Geschäft verliert ihren Charme, wenn sie durch lange Anreisen in ein Geschäft erkauft wird, zumal die Lieferzeiten rapide sinken und sich die Branche einer Same-day-delivery-Lösung zumindest nähert.

Die Lage, als verbleibende Bastion, die immer funktionierte, wenn das Geschäft attraktiv gelegen war, spielt online natürlich gar keine Rolle, denn dort gibt es keine 1a-Lage. Die aktuell herrschende Ratlosigkeit wird am Beispiel des Buchhandels deutlich, wo versucht wird, den USP der Kaufberatung zu stärken, in dem darauf verwiesen wird, dass das online nicht so persönlich sei wie im Geschäft. Die sachliche Haltlosigkeit dieser Hoffnung ist zu offensichtlich, um noch kommentiert zu werden.

Für den stationären Handel, insbesondere für kleinere Aktivitäten, ist daher so langsam aber sicher die Pest oder Cholera-Zeit angebrochen. Entweder, stationäre Händler suchen ihr Heil im eCommerce und schaufeln ihrem Standbein Ladengeschäft das Grab, oder sie verweigern sich dem neuen Geschäft und gehen noch schneller Pleite.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma zu finden ist nicht trivial.  Vielleicht kommt man der Lösung nahe, wenn man beide Kernleistungen des Handels, nämlich die Bewirtschaftung und den Verkauf auch strategisch separat von einander betrachtet. So ist zu beobachten, dass es auf Verkaufsseite klare Konzentrationstendenzen gibt (s. die Umsatz-Marktanteile von großen Marktplätzen), während es auf dem Bereich der Warenbereitstellung eher dezentrale Tendenzen gibt – immer mehr kleinere Firmen und Marken bieten zielgruppenspezifische Waren online an, d.h. sie produzieren oder stellen sie her, in größerem Umfange als vorher .

Stationäre Händler werden sich daher noch stärker die Frage stellen müssen, wo ihr wirklicher USP liegt. Ist es das Sourcing von Ware, das Auftun von interessanten Artikeln? Oder ist es vielmehr die Kundenbeziehung und die große Bekanntheit als Marke, bzw.Reichweite?  Je nach Beantwortung ergeben sich klarere strategische Möglichkeiten, der eCommerce-Falle zu entgehen. Eine reine Verlagerung des eigenen  Geschäftsmodells ins Internet wird dem stationären Handel dagegen in der Regel nicht reichen.

...und am Ende gewinnt Otto

geschrieben von Marcel

Als ich vor wenigen Tagen die Neukundenwerbeaktion von Otto in diesem Blog kommentierte (kopfschüttelnd, wie man vielleicht herausliest), machte ich mir nach der Veröffentlichung so meine Gedanken.

Denn in einem Umfeld, …

  • …in dem mit Neckermann und Quelle die beiden große Wettbewerber von Otto pleite gegangen sind, u.a. weil sie den Geschäftsmodell-Shift zum eCommerce nicht gemeistert haben, bzw. dem Konkurrenzdruck nicht mehr gewachsen waren,
  • …in dem Online Pure Player belegen, dass eCommerce anders funktioniert und auch ohne Stallgeruch zu bewerkstelligen ist
  • …und weitere Wettbewerber wie Pilze aus dem Boden schießen und zwar mit kleinen, aber vielen Bissen am Marktanteil knabbern,

bietet Otto seinen Wettbewerbern und Branchenbeobachtern zwar immer wieder Stoff, um am langfristigen Überleben des Unternehmens zu zweifeln. Teilweise ist dieser Stoff auf Otto-Group-Ebene zu finden (SAP-Aus, Quelle-Pleite), teilweise auch auf Einzelunternehmens-Ebene. Die Neukundenaktion ist natürlich für sich genommen unbedeutend, zeigt jedoch die Herangehensweise an das Thema eCommerce und lässt auch wohlwollend Begleitende ratlos zurück.

Allerdings: Noch ist Otto da, die Konkurrenz nicht und bei allen Totengesängen geht es Otto immer noch vergleichsweise gut. Wer mit Hermes jährlich 7-8 Millionen Euro für ein Bapperl am Hemdsärmel aller Bundesligisten (inkl. 2. Liga) zahlt, der hat zumindest kein Cash-Problem. (Für alle Bundesliga-Fans: Hermes soll auch die Meisterschale zum neuen Titelträger transportieren, ich hoffe also, der Meister steht spätestens einen Spieltag vor Schluss fest, damit die Übergabe auch pünktlich stattfinden kann – Von Dortmund nach München ist es ja ein weiter Weg….)

Erlaubt ist also die Frage, ob wir uns nicht alle täuschen und Otto am Ende doch die Nase vorn hat. Ich denke sogar, einiges spricht dafür:

Unternehmer:

Michael Otto ist vermutlich nicht der Erfinder des eCommerce, dafür aber ein honoriger, hanseatischer Kaufmann durch und durch, der nicht zulassen wird, dass sein Vermächtnis vor die Hunde geht, wie das die Kollegen in Fürth oder Frankfurt mitansehen mussten. Der soziale Ruf des Unternehmens ist nicht nur Fassade und die jetzt angekündigten Pläne zum Stellenabbau werden vor allem Dr. Otto weh tun. Als Eigentümer hat er i.V. zu Fremdinvestoren sicherlich eine höhere Bereitschaft in den Wandel zu investieren – so er die Notwendigkeit erkennt. Dass sein Sohn Benjamin Otto den Einstieg in den Konzern im eCommerce haben soll, ist da eine positive Nachricht. Komisch zwar, dass es in einem “bedeutenden eCommerce Start-Up” passieren soll, als wäre sowas wie Quelle eher ein unbedeutendes Experiment gewesen, aber gut – geschenkt.

Diversifikation:

Die Einzelgesellschaft Otto ist nach wie vor eine tragende Säule des Konzerns und Wirt für viele Tochterunternehmen. Daher kann die Einzelgesellschaft Konzernfunktionen noch lange auslasten, selbst wenn einmal dürre Jahre anstehen. Der Atem von Otto ist auch hier deutlich länger, wenn auch vielleicht nicht frischer.

Mitarbeiter:

Otto verfügt, gerade im eCommerce, noch über sehr fähige Mitarbeiter, die aktiv am Umbau mitarbeiten, anstatt willfährig das zu tun, was von Ihnen erwartet wird. Ein Asset, der leider immer wieder unterschätzt wird. Als Arbeitgeber ist Otto für junge Talente hoch attraktiv, auch wenn es vielleicht hipper erscheinen man, am Wunder Zalando mitzuarbeiten. Dennoch sage ich: Wer eCommerce fundiert und nachhaltig von der Pike auf lernen will, der sollte bei Otto arbeiten und sich dort einbringen. Die Herausforderungen aus Unternehmenssicht sind m.E. nirgends spannender und – nun – herausfordernder.

Der Katalog:

Einige, die mich kennen, werden mich spätestens jetzt für übergeschnappt halten, da ich beileibe kein Katalog oder Multi-Channel-Fan bin, im Gegenteil. Doch eines muss man Otto lassen: Das siechende Kataloggeschäft hat bisher keiner so gekonnt am Leben erhalten wie Otto. Das Geschäft hat Otto Zeit gekauft, um sich auf den eCommerce einzustellen. Quelle und Neckermann haben den Zonk schon ein paar Runden früher gezogen.

Natürlich wird es für Otto kein Selbstläufer, die Betonklötze an den Füßen, die sich Otto kunstvoll selbst gegossen hat, sind beachtlich. Das Potential, Neukunden zu gewinnen wird geringer bei der attraktiven Konkurrenz aus Berlin, München oder wo sie alle sitzen, die jungen, dynamischen Wettbewerber. Aber ich bin mir sicher, dass Otto noch Zeit hat, die Weichen  auf Erfolg zu stellen – Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Herausforderung angenommen wird, denn die Zeiten sind andere, mit anderen Spielregeln und die müssen verinnerlicht werden. Bis dahin werden wir alle noch gehörig den Kopf schütteln, aber – als ehemaliger Ottone darf ich das so sagen: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

flip4new - Geschäftsführer Lennart Kleuser im Gespräch

Geschrieben von Denis

reCommerce liegt in aller Munde, wie man an der NEOCOM sieht, wo Textil-ankauf.com den „Young Business“ Award erhielt. Wir erhielten auf die zuletzt veröffentlichte Analyse von rebuy durch einige der BiTS Studenten positives Feedback und durften mit Herrn Lennart Kleuser von flip4new ein Interview führen.

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Bei Otto gilt: Nur ein Neukunde ist ein guter Kunde

geschrieben von Marcel

Liebe Leser,

heute möchte ich mit Ihnen ein emotionales Experiment durchführen. Sie müssen dafür gar nicht viel tun. Folgen Sie einfach meinen Anweisungen.

Stellen Sie sich bitte zunächst folgendes vor:
Sie sind treuer Otto Kunde (Nein, das ist noch nicht die Pointe, davon gibt es noch eine ganze Menge – Millionen quasi – und sehr viele davon sind auch wirklich sehr glücklich). Treuer Otto Kunde bedeutet auch, dass Sie bereits einiges mitgemacht haben und bereit sind, in diese Beziehung zu investieren. z.B. zahlen Sie sehr gerne 10 Euro dafür, dass Sie die Ware (vermutlich) innerhalb von 24 Stunden tatsächlich bekommen. Zu Weihnachten oder ähnlich wichtigen Ereignissen werden Sie dafür belohnt, dass Sie nur 1 Euro für diesen Service zahlen müssen (Wie macht das Zalando nur??).

Sie zahlen sogar gerne für den Service, direkt mit einem Otto-Mitarbeiter telefonieren zu dürfen (kostenpflichtige Hotline), damit Sie ihm ein Problem schildern können. Klassischerweise sind das Lieferschwierigkeiten oder Sie haben etwas bekommen, was Sie nicht bestellt haben oder etwas nicht bekommen, was Sie bestellt haben. Wenn Sie wirklich Glück haben bekommen Sie sogar eine recht brauchbare Empfehlung, was Sie kaufen sollten und fühlen sich gut beraten.

Wenn Sie nachhaltig körperlich benachteiligt sind (zu groß z.B.) dann verstehen Sie, dass Sie bei gewissen Sortimenten für das Plus an Stoff einen Aufpreis zahlen müssen bei Otto (Langgrößen kosten nun einmal mehr).

Dafür können Sie allerdings alles auf Raten zahlen, Zahlpausen einschieben und sich so alles leisten (also im Sinne von bekommen) was Sie möchten. Gut, Sie bekommen vermutlich nicht alle für Sie relevanten Marken angeboten, aber das auch nur, weil Otto Ihnen die Qual der Wahl abgenommen hat, also hier einen Service anbietet. Sie wissen genau, dass das, was Sie kaufen, strengen Qualitätskontrollen standhalten musste und da schaffen es nun mal einige Marken nur auf zalando.de oder andere dieser kleinen, bald aussterbenden Modehändler und nicht auf otto.de.

Dies alles belohnen Sie mit mehrmaligen Käufen im Jahr und fiebern jedesmal dem Hermes-Fahrer entgegen, da es ja auch ein bisschen Abenteuer ist, ob die Lieferung, für die Sie natürlich auch so extra bezahlen (€ 5,95), auch wirklich ankommt.

Also, alles in allem fühlen Sie sich doch durchaus wohl als Otto-Kunde, oder? Alles hat eben seinen Preis. Und Otto ist ja auch irgendwo ein kuscheliger Wohlfühlhändler. Spüren Sie auch dieses wohlige Gefühl? Gut so. Und jetzt lesen Sie bitte diesen Text zu einem neuen Service, den Otto groß bewirbt (Text aus der Internet world Business):

 Otto will Neukunden, die ihre erste Bestellung bis zum 15. Oktober tätigen, bis Ende des Jahres 2013 für das gesamte Otto-Sortiment die Versandkosten von je 5,95 Euro erlassen. Das Angebot gilt für Neukunden und Kunden, die seit mindestens drei Jahren nicht bestellt haben.”

 Und, wie fühlen Sie sich jetzt? Ausgeschlossen? Bisschen veralbert? Nicht wertgeschätzt? Ja, aber bleiben Sie ruhig. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Der, aller Otto-Kunden.

 

Leiser - Multichannel Schuhe (BiTS)

Geschrieben von Denis auf Basis der Kursarbeit von Martina Dach, Milena Küpper, Mareike Dübel, Lina Ziraket im Fach E-Business an der BiTS Iserlohn

Der nächste Shop, über den wir uns im Rahmen der Studentenarbeiten berichten, ist leiser.de . 1891 durch Hermann Leiser und Julius Klausner als Einzelhandelsunternehmen gegründet, verkauft Leiser heute mit bundesweit ca. 132 Filialen Schuhe, Taschen und Accessoires für Damen, Herren, Kinder. Der Umsatz betrug 2009 ca. 200 Mio. € bei ca. 1.200 Mitarbeitern. Als Hauptkonkurrent lässt sich Görtz heranziehen: ca. 280 Filialen, 1875 gegründet, in mehreren europäischen Ländern tätig. Weitere Konkurrenten sind u.a. Gebrüder Götz, Dielmann, Roland, Lüke Schuhe, Schreiber, Mirapodo.

Im Rahmen der Kursarbeit wurde eine kleine Umfrage bzgl. der Bekanntheit und dem subjektiven Empfinden der Shopqualität durchgeführt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Dank” Zalando befindet sich leiser.de derzeit in der Insolventsabwicklung und hat im Juni 2012 die Schließung einem Viertel der Läden angekündigt. Auf der Anderen Seite wurde in Ffm am 30.08. eine neue Filiale eröffnet. Bzgl. des Aufruhrs im (Online-)Schuhmarkt hat Jochen Krisch Interessantes bereichtet.

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick präsentiert sich leiser.de nüchtern. Wenig aufregend, wenige Teaser und Visuals. Der Umfang des Sortiments scheint durchschnittlich. Das Design ist ein wenig triste. Man merkt, dass es hier um ein traditionelles Unternehmen aus der Offlinewelt geht.

Das Sortiment

Auf leiser.de werden Schuhe, Taschen, Accessoires für Damen, Herren, Kinder angeboten. Das Markenangebot ist bunt gemischt. Von der A Marke bis zu No Name Marken ist alles dabei. High Class Schuhe sind nicht zu finden. Bei den Damen werden knapp 1.000 Artikel, bei den Herren ca. 450 und bei den Kindern ca. 150 Artikel angeboten. Hinzu kommen gut 50 Taschen & Accessoires.

Zugang & Useability

Über eine Navigationsleiste finden die User den direkten Einsprung zu den Hauptsortimenten des Shops. Hinter den Einträgen in der Navigationsleiste findet sich ein recht großer Layer, der diverse Einstiegsmöglichkeiten bietet. So wird jedes Hauptsortiment im Layer nach Typ, Marke und Farbe aufgesplittet, bzw. ein Einstieg angeboten. Hinter den Einträge, auch der in der Navigationsleiste, findet sich eine Produktliste mit Filternavigation. Einstiegsseiten mit Teasern sucht man vergeblich. Auch hier bleibt leiser.de sehr nüchtern.

Leider ist die Suche nicht direkt anstoßbar. User müssen erst auf einen in der Navigationsleiste verorteten Link klicken, gelangen auf eine Suchseite und können dort nach Artikeln oder Artikelnummer suchen. Dies stellt eine der größten Schwachstellen des Shops dar. Die Suche ist quasi non-existent und nicht einfach nutzbar.

Die Produktliste mit den Filtern sind ordentlich aufgebaut. Typ, Marke, Farbe, Größe sind als Filter vorhanden. Leider fehlt uns der Preisfilter und die Kombinierbarkeit von mehreren Größen.
Die Flags auf den Produktliste in grau gehalten, was kaum zu Aufmerksamkeitsgenerierung beiträgt. Dafür sind SEO-Texte, die in Theatern oberhalb der Produktlistung angebracht sind,  je nach Sortiment in für den Shop recht knalligen Farben gehalten. Farben, wie Dunkelrot tragen bei schwarzer Schrift nicht zur Leserlichkeit bei. Zudem interessiert die Kunden der SEO-Text an dieser Stelle erfahrungsgemäß nicht. Dies ist vergeudeter Platz.

Produktpräsentation

Die Artikeldetailseite ist bei leiser.de sehr interessant gestaltet: Auf der Artikeldetailseite bleibt die Filternavi aus der Produktlist erhalten. Ungewöhnlich und auch fragwürdig, aber immerhin kommt man schnell zu anderen Filterungen der Produktliste.
Die Bildqualität der Artikelbilder ist ok, es gibt immer 2 Ansichten der Artikel, leider nicht mehr. Der Zoom lässt zu wünschen übrig. Hier offenbart sich, dass die Bilder vermutlich keine hohe Auflösung besitzen. Richtig nah reinzoomen geht nicht.
Bei den Artikelinfos werden nur die nötigsten Details aufgeführt. Keine Langbeschreibung, keine Umschreibungen Worte oder ausführliche Details. Immerhin sind die verfügbaren Größen direkt ersichtlich und es wird eine Passformberatung angeboten. D.h., dass User die Möglichkeit haben zu bewerten, ob ein Schuh groß oder klein ausfällt.
Abgeschlossen werden die Artikeldetailseiten mit Produktempfehlungen. Da eine Headline fehlt, weiß man nicht genau, woher diese Empfehlungen rühren oder dass es sich um welche handelt.

Services

Positiv zu sehen sind die gut einsehbaren Kontaktinformationen und Kontaktmöglichkeiten (inkl. Servicenummer mit Ortsvorwahl), sowie dem kostenlosem Umtausch von Ware. Leider gibt es keine FAQs, keine Gütesiegel und keine weiterführenden Services wie ein Chat oder ein Callback Service. Die Versandkosten betragen immer 4,95€.

Eine Mobile / Tablet Version des Shops oder App gibt es nicht. Kundenbewertungen gibt es nicht, die Userbeteiligung beschränkt sich auf die Passformangaben zu den Artikeln.

Bei den Social Media Aktivitäten ist auch nicht viel los. Auf Facebook herrscht kaum Beteiligung da kaum nichts gepostet wird. Quasi non-existent.

Der Checkout bei leiser.de macht da einen vernünftigeren Eindruck. relativ solide aufgebaut in 5 Schritten. Bezahlen kann man per PayPal, Vorkasse, Kreditkarte, Nachnahme. Den Checkout durchläuft man als Gast. Die Frage, ob man sich registrieren will wird nicht gestellt. Zum einen gut, da Gastzugänge sehr geschätzt werden, aber wenn die Registrierung garnicht erst angeboten wird, verdunstet dieser Vorteil evtl. Man wird im Unklaren gelassen, ob man Zwangsregistriert wird. Es gibt nämlich prinzipiell die Möglichkeit sich zu registrieren und in ein Kundenbereich einzuloggen.

Fazit

Die Positionierung im Web ist fragwürdig, eine Verbesserung des Sortiments wünschenswert, inkl. neuer Marken.

Der Shop ist in Punkte Design / Layout ein wenig outdated. Struktur und Benutzerfreundlichkeit müssen schlüssiger aufgebaut werden. Es bestehen zu viele Stellen, die für User unklar sein können. Dazu: Filter ausbauen, Suche prominenter platzieren und umbauen, Themenfelder einsetzen, an Wordings arbeiten.

Die Aktivität in den sozialen Medien müsste gesteigert werden damit überhaupt die Chance keimt, Awareness zu generieren.

Kein Wunder, dass leiser.de sich nie etabliert hat und unter der Ägide von Zalando einknickt. Es ist einfach schade soviel brachliegendes Potenzial im Angesicht der Insolvenz zu sehen.

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rebuy - Einfach reCommerce (BiTS)

Geschrieben von Denis auf Basis der Kursarbeit von Friedrich Ackermann, Daniel Dierkes, Mike Klostermann, Stephan Offele, Andre Stoberock, Matthias Rüdell im Fach E-Business an der BiTS Iserlohn

Heute widmen wir uns dem reCommerce und betrachten rebuy.de . Ein gänzlich neues Thema für die Shopanprobe und sehr spannend. Beim reCommerce geht es um den systematischen Aufkauf von kulturellen und technischen Gütern zu Fixpreisen, von privaten und gewerblichen Kunden. Es handelt sich um einen Wachstumsmarkt, auf dem sich neben „den Großen“ wie Amazon, Ebay und Co. vor allem Startups positionieren. Viele Unternehmen gehen Partnerschaften ein. Je nach Anbieter variieren An- und Verkaufspreise sehr stark. Die Entlohnung geschieht meist über Gutscheine, Gutschriften oder Bargeld.

rebuy spezialisiert sich auf Medien und technische Güter, einen schnellen und einfachen Verkaufsprozess, günstige Verkaufspreise bei mittelhohen Ankaufspreisen.

Konkurrenten sind wirkaufens, eBay, verkaufsuns, flip4new,…wobei als Hauptkonkurrent momox.de gesehen wird. Die Hauptzielgruppe von rebuy (und momox.de) sind Männer zwischen 25 und 54 Jahren mit einem Einkommen von 0 – 54.000€ pro Jahr.

Erster Eindruck

Die Seite macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Im Header sind das Trusted Shops Siegel und 2 weitere Icons zur Visualisierung von Services zu sehen. Eine geringe Seitengröße, was u.a. zu einer schnellen Ladezeit führt macht die Bedienung der Seite angenehm.

Preisvergleich

Das Sortiment

rebuy präsentiert sich als Allrounder, was das Sortiment angeht. Durch die Nachlässe auf Gebrauchtware ist das Preisniveau von rebuy im Vergleich zu Neuwarenshops natürlich wesentlich geringer. Im Vergleich zu anderen reCommerce Shops steht rebuy relativ gut dar, wird aber oftmals von momox unterboten.

In 7 Hauptkategorien werden nach eigener Aussage über 700.000 gebrauchte Artikel angeboten.

Zugang & Useability

Nachdem der User auf rebuy.de gelandet ist stellt sich zunächst die zentrale Frage “Kaufen oder verkaufen?”. Beide Bereiche weisen deutliche Unterschiede bei Aufbau und Design auf.

Der Verkaufsprozess gestaltet sich recht schnell und einfach. Einfach Barcode scannen, Preis erhalten, kostenlos Versenden.  Für Händler mit größeren Chargen gibt es z.B. auch einen CSV Upload.

Der Kaufbereich präsentiert sich typisch für einen Onlineshop. Navigationsleiste, Seiten mit Teaserbereichen und recht viele Produktempfehlungen.
Wie schon beschrieben ist die Seite recht nüchtern gestaltet. Einerseits hilft dies evtl. der Übersicht. Auf der anderen Seite wirkt die Seite monoton. Auf anregende Teaser oder Seiten wird verzichtet.
Die Suche funktioniert, hat eine Search Suggest Funktion, ansonsten no frills. Keine Fehlertoleranz o.ä.. Auf Filter wird gänzlich verzichtet.

Produktpräsentation

Bei technischen Geräten, Software und Musik sind die Produktbeschreibungen relativ detailliert. Eine ausführliche Langbeschreibung fehlt oftmals. Zumeist sind mehrere Artikelbilder vorhanden. Grade bei Videospielen wären Videos gut, um das Gameplay besser darstellen zu können. Bei Büchern und Filmen gibt es indes wenig Informationen, kaum Bilder oder Auszüge. Die Empfehlungen wirken etwas lieblos zusammengestellt. Es werden eher Alternativen als ergänzende Produkte empfohlen.

Auf Zustandsbeschreibungen von Produkten wird verzichtet. Dem Käufer muss die rebuy Prüfung und Garantie genügen.

Services

rebuy setzt auf Trusted Shops und bietet eine Hotline mit Ortsvorwahl an. Versendet wird mit DHL „GreenDelivery“ (verringerte CO2-Emissionen beim Versand durch umweltschonende Verpackungen).

Des weiteren lockt rebuy mit kostenlose Retoure, 18-monatige Funktionsgewährleistung, Überprüfung auf Funktionalität durch reBuy. Im Kontobereich lassen sich ein Guthabenkonto, Kaufalarm (Informieren lassen, wenn ein Artikel wieder verfügbar ist) und Merkzettel verwalten. Auf einen Gastzugang verzichtet rebuy. Dafür ist ist eine Anmeldung per Facebook und Trad-a-game möglich.

Nachteilig sind die immer anfallenden Versandkosten von 3,99 Euro pro Bestellung. Für FSK 18-Artikel werden Aufschläge (pro Bestellung) fällig.

Zum Testzeitpunkt war noch keine Android App vorhanden, die aber laut rebuy in der Entwicklung ist. Per iPhoe App lassen sich jedenfalls nur Artikel verkaufen (ohne eigenen Test, nur laut Beschreibung im App Store).

Marketing

Das Wichtigste: rebuy hat einen gelungenen Facebook-Auftritt (47.000 Fans) mit guter Kommunikation, Coupons und Gewinnspielen.  Affiliate-Partnerprogramme werden gefahren und  Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird betrieben (Nutzen von Metadaten, Keywordoptimierte Texte,…) Leider findet keine konsistente Kommunikation statt, Twitter wird nicht konsequent genug genutzt, der Newsletter ist unübersichtlich gestaltet.

Fazit

rebuy macht seine Sache gut, könnte aber noch ein wenig Sexyness vertragen. Ein paar ergänzende Farben in der CI, passendere Produktempfehlungen, Produktinformationen anreichern, Versandkostenfrei ab einem bestimmten Bestellwert…das wären kurzfristige Hebel, die einen direkten Impact auf die Transaktionsmengen haben könnten. Dies sind ebenfalls Werte mit denen sich bereits vorhandene Kernkompetenzen (schnell, einfach, sicher) verstärken lassen. Mittelfristig könnte rebuy die Sortimentsbreite erhöhen und sich somit neue Kundschaft sichern.

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Mysportworld - von Sportlern für Sportler (BiTS)

Geschrieben von Denis auf Basis der Kursarbeit von Kristina Fendesack, Janika Meyer, Mona Kosauke im Fach E-Business an der BiTS Iserlohn

Los geht es mit der Beitragsreihe der BiTS Studentinnen und Studenten. Als ersten Shop betrachten wir mysportworld.de. mysportworld.de ist eine Tochter der Privatesportsale GmbH (Gründung Anfang 2010; Mai 2010 Gründung mysportbrands.de) und wurde im April 2011 in Berlin gegründet. Die Geschäftsführung obliegt Albert Schwarzmeier und Erik Pfannmöller

Frei nach dem Slogan: „Wir bewegen Dich“ hat sich ein Online-Shop für Sportartikel mit mehr als 100 (Stand Mitte 2012) etabliert und inzwischen auch einen INTERNET WORLD Business Shop-Award eingeheimst. Neben dem Onlineshop gibt es einen Offline Store in Berlin. Der Umsatz belief sich Ende 2011 auf ca. 10 Mio. €.

mysportworld.de hat es sich zur Aufgabe gemacht durch umfassenden Kundenservice, gute Beratung, kostenlosen Versand, kostenlose Retouren, schnellen Versand und 111 Tage Rückgaberecht seinen USP im Servicebereich aufzustellen. Des weiteren setzt man sortimentsseitig auf qualitativ hochwertige Markenware.

Als Hauptkonkurrent gilt derzeit sportscheck.de, wobei Zalando vermutlich stärker beachtet werden muss.

Erster Eindruck

Auf den ersten Blick macht der Shop einen angenehm designten und aufgeräumten Eindruck. Die Serviceelemente springen einem förmlich ins Auge. Bekannte Marken sind sofort zu sehen. Das Layout ist typisch für einen modernen Shop.

Das Sortiment

Der Shop hat pro Hauptkategorie, die sich in der Navigation findet (Bekleidung, Schuhe, usw.) 500 bis 4.500 Produkte liegen. Produkt bedeutet in diesem Fall Artikelvariante (z.B. Mütze in Blau) inkl. aller Größen. Insg. sind ca. 110 Marken im Shop zu finden. Eine eher geringe Anzahl im Vergleich zu ca. 500 bei Sportscheck. Die Produkte doppeln sich in der Navigation (liegen in mehreren Kategorien), von daher ist eine Ermittlung der Produktanzahl nicht ohne Weiteres möglich.

Zugang & Useability

Der Hauptzugang zum Sortiment ist eine geschlechtsneutrale Kategorisierung des Sortiments. Einen Klick entfernt, in der Hauptnavigationsleiste finden sich Zugänge für Herren und Damen. Die Kategorien sind branchenüblich und gut benannt. In der linken Navigationsleiste gibt es neben zahlreichen Filtern für Hauptkategorien kleine Piktogramme, die sehr schön visualisieren, was sich hier befindet. In der Regel finden sich pro Kategorie mindestens 10 Filter. Bei den meisten ist eine Mehrfachauswahl möglich, was uns sehr gut gefallen hat.

Die Suchergebnisse sind stimmig, nicht üppig. Eine Fehlertoleranz oder weitere Suchvorschläge gibt es nicht.

Produktpräsentation

Die Produktpräsentation ist mit viel Detailarbeit durchdacht worden. Auf den Produktlisten visualisieren Flags, ob der Artikel im Sale ist und wieviel gespart werden kann. Lediglich die Farbigkeiten der Flags könnten anders sein damit sich, z.B. damit Sale-Artikel sich ein wenig stärker abheben vom Rest des Sortiments.

Auf den Artikeldetailseiten finden sich zumeist mehrere Artikelbilder und eine ausführliche Langbeschreibung. Zusätzlich werden, vermutlich aus SEO-Gründen, Infotexte zu der jeweiligen Marke angezeigt.

Verbesserungswürdig sind die Produktempfehlungen. Es werden maximal 3 weitere Artikel nach dem Motto “Kunden kauften auch” am rechten Rand angeboten. Warum nur 3? Warum keine anderen Empfehlungen? Und warum so verkantet in die Ecke geschoben? Zudem ist fraglich warum die Serviceicons für Rückgaberecht, Versand usw. nochmals rechts auf der Detailseite gezeigt werden wobei dieser schon im Header sehr viel Platz bekommen.

Geht man in Punkto Useability ein wenig tiefer ins Detail, sieht man auf der ADS, dass die Links keiner ersichtlichen Hierarchie folgen. Der Link für den Merkzettel ist Dunkelgrau auf hellgrauem Hintergrund. Die anderen Links der ADS sind schwarze Textlinks, der nicht klickbare Teil der breadcrumbs ist bold und Grün, die Größenauswahl sind aber ebenfalls grün. Das ist nicht logisch.

Services

Die Trust-Elemente (TÜV und Trusted Shops) sind neben Piktogrammen für für Service-USPs direkt im Header zu sehen. Die Hotline hat eine Berliner Ortsvorwahl. Auch gut.  Es gibt Größentabellen, Produktberater, die sehr ausführlich sind und relativ viele Kontakt- und Feedbackmöglichkeiten.

Der Checkout verzichtet auf einen Gastzugang und ist einer der wenigen Checkouts, die noch über einen “Warenkorb aktualisieren” Button verfügen.

Eine App oder Mobile Version des Shops gibt es nicht.

Fazit

In Summe ein sehr schöner Shop mit vielen positiven Elementen, vor allem Kernelementen, wie Versandkosten und Filtern. Im Detail liegen noch einige verborgene Schätze, die man heben kann. Schade ist, dass die Social Media Aktivitäten die ansich schönen Werbeaktionen nicht konsequent über alle Kanäle gespielt werden. Links zu Twitter oder Youtube fehlen. G+, Twitter usw. fehlen auf der Artikeldetailseite.

Neben der Koordination der Social Media Aktivitäten sind Sortimentsausbau und eine Aufbereitung der Empfehlungen wesentlich Hebel, an denen man ansetzen könnte. Eine Verbesserung der Suchergebnisse und Bewertungen sind ebenfalls nicht ganz ohne.

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