Get in touch

iPad Shopping Apps

Geschrieben von Denis

Der Countdown läuft: In 12 Tagen erscheint das iPad in Europa. Alle per Vorbestellung verfügbaren Geräte sind schon reserviert und in den USA boomt das iPad seit Markterscheinung wie kaum ein Apple Gerät bisher (siehe dazu auch die Apple Aktie). Aber was bedeutet die 9,7″ Flunder für’s mCommerce eCommerce Geschäft?

Alex von der Kassenzone hat sich mit der Sinnfrage des iPads beschäftigt und die Untersuchung von Stephan Uhrenbacher angeführt. Der iPad Effekt:

Das iPad ersetzt keine anderen Anwendungen, sondern es erzeugt neue Web (-inhalte) Nutzungssituationen.

Sehe ich auch so, bzw. merke es daran, wie die Leute, denen ich mein iPad in die Hand gedrückt habe nutzen. Geht man davon aus, dass das iPad eine ähnliche Verbreitung findet wie das iPhone und der iPad Effekt eintritt werden iPad Apps und endgeräteoptimierte Shopseiten relevant. Zweifellos bietet das iPad neue Möglichkeiten, um Shopinhalte (v.a. Mode) darzustellen und zu inszenieren. Bisher war im mCommerce neben den Apps immer nur die Rede von angepassten Shopfrontends, die sehr stark auf kleine Displays optimiert waren. Das iPad hat zwar eine Auflösung von 1.024×768, kommt aber aufgrund des Touchscreens und mangels Flash nicht mit jeder Seite zurecht (Positivbesipiel lascana.de via Michael Jung). Ist die Frage, ob Shopbetreiber sich um die Seitenoptimierung kümmern werden oder mit dem Blick unterm Tellerrand bleiben und lediglich eine App veröffentlichen.

Schauen wir in den iTunes AppStore, so sind noch recht wenige shopping Apps vertreten. Zu beachten ist natürlich, dass das Gerät erst in den USA auf dem Markt ist und aus dem deutschen AppStore heraus nicht alle amerikanischen Apps verfügbar sind. Hier ein grober Überblick über ein paar aktuelle Apps und damit wie heute Mode über’s iPad verkauft wird:

Dace

Der Store der Designerin Dace Moore verlängert sich schon länger über eine iPhone App und bewirbt diese großflächig auf der eigenen Seite. Für das iPad wurde das App nur leicht angepasst. Es wirkt sehr luftig, spielt mit großen Bildern, hat eine Twitter Funktion und Store Locator integriert. Insgesamt allerdings keine große Innovation.

Gilt

Uns fehlt leider der Zugang zu dem private shopping club Gilt, aber die App sieht schonmal nett aus. Der gesamte Bildschirm wird für die Produktdarstellung genutzt. Per Drag & Drop lassen sich die Artikel in den Warenkorb schieben. Die Anmutung ist edel geraten, die Verbindung von Navigation (Kategorien, Menüpunkte etc.) und Produktlisten / Detailseite ist ähnlich bekannter Apps aus dem Mediensektor (USA Today, BBC): Schnelles Scrollen durch die Kategorieliste auf der linken Bildseite + Produktliste auf der rechten. Macht einen guten Eindruck.

Pottery Barn

Hier haben wir ein schönes Beispiel von Contentverwurstung. Pottery Barn bringt seine Kataloge auf das iPad. Darauf hat die Welt gewartet ;)
Scherz beiseite, das App nennt sich auch Pottery Barn Catalog Viewer. Allerdings ist hier schön zu sehen, wieviel Potenzial ungenutzt liegen bleibt, wenn man nur einen catalog viewer baut. Die Seiten sehen schön gelayoutet aus und wirken imposant auf dem iPad. Leider steckt nichts dahinter. Wünschenswert wären Videos und mehrere Fotos, die auf touch (aka drücken / click) erscheinen. Hier wieder der Querverweis zu den Zeitungensapps, die das schon ganz gut machen.

JCPenny

Der Branchenriese JCPenny überrascht nicht mit Innovation. Eine solide, einfache App mit Store Locator, Merkzettel und ein paar schönen Bildern. Eignet sich zuArtikelbrowsen, aber hat keine Finesse.


Die bisherigen US iPad shopping Apps lassen Ernüchterung aufkommen. Wir bleiben gespannt, was nach dem internationalen Launch so entwickelt wird. Da geht auf jeden Fall noch was.

10 comments to iPad Shopping Apps

Leave a Reply

  

  

  

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>