Geschrieben von Denis
Heute folgt Teil 2 der Yoox Shopanprobe mit den Themen Service, Extras und dem Fazit. Zu Teil 1 geht es hier lang…
Services
An dieser Stelle zitiere ich mal die Kollegen vom ECC:
Unter dem Namen “My Yoox” können die Kunden sich ein Profil erstellen, mit dem sie beim nächsten Einkauf Zeit sparen. Neben den Kleidergrößen kann auch eine persönliche “Wunschliste” an Produkten in der “Dream Box” gespeichert werden. Diese “Dream Box” kann an Freunde weitergeleitet werden und zeigt an, wann der gewünschte Artikel droht ausverkauft zu sein.
Weiter kann ein standardisierter Newsletter für die allgemeinen Neuigkeiten im Shop, aber auch eine auf persönliche Vorlieben eingestellte Informationsmail bestellt werden. Diese persönliche Informationsmail informiert ausschließlich über die Produkte, über die der Kunde Informationen wünscht. So können die Kunden z.B. nach Kategorien (z.B. Schuhe, Taschen) und nach Kleidergrößen, aber auch nach Designern oder Marken ihre Auswahl treffen. In Echtzeit werden die Kunden informiert, sobald sich ein Produkt im Shop befindet, welches den ausgewählten Kriterien entspricht. Auf der Titelseite findet man die Möglichkeit, ein Foto hochzuladen und selbst seine Meinung zu Yoox mit einem kurzen Kommentar auszudrücken. Die gesammelten Kommentare mit Bild werden abwechselnd einzeln auf der Titelseite angezeigt. Diese Möglichkeit, sich selbst darzustellen, wird von den Besuchern genutzt – und Yoox bietet damit eine Funktion an, die dem Gedanken von Web 2.0 nahekommt.
Insgesamt erkennt man, dass es Yoox gelingt, einen gezielten Informationsaustausch zwischen Kunde und Anbieter herzustellen. Durch diesen Austausch kann Yoox den Service optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abstimmen und gleichzeitig auch den Kunden das Gefühl geben, Teil einer Community zu sein. Eine Kundenbindungsrate von laut Unternehmen 70% bestätigt die Zufriedenheit. Für den Internetauftritt erhielt das Unternehmen bereits 16 Auszeichnungen, darunter auch der Interactive Key Award 2004 und 2005 in der Kategorie “E-Commerce, Kundenservice & -support und Kundenorientierung”.
Zusätzlich zur Dream Box [nicht zu verwechseln mit der Sega Dreamcast, aber es gibt auch einen TV-Receiver der Dream Box heißt, Anm. d. Red.] bietet Yoox den Service “Premiere” an. Dies ist ein Infoservice, mit dem man sich über Neuankünfte informieren lassen kann.
Das war der positive Teil. Hinter dem Navigationspunkt “Kundendienst” verbirgt sich eher ein Infobereich, der einen FAQ-Bereich ersetzt. Sämtliche Features und Möglichkeitne (auch Suche und Navigation) werden grob erläutert.
Eine Servicehotline konnte ich nirgends finden, Kontakt lässt sich lediglich über ein Kontaktformular herstellen.
Als Zahlarten bietet Yoox Kreditkarten, Nachnahme und PayPal an. Der Versand kostet pauschal immer 7€ (!). Die Lieferzeit beträgt laut Aussage Yoox ca. 48 Std.
Extras
Hinter unserem Punkt “Extras” verbergen sich ja die innovativeren Themen eines Shop: Social Media, Mobile etc. und hier wird’s auch spannender. Yoox ist lediglich bei Facebook vertreten, macht dafür die Seite ganz gut und packt mehr Content rein als manch anderer Shop.
Im Bereich Mobile geht’s bei Yoox richtig ab. Yoox ist mit der vollen Riege an Shopfrontends vertreten: iPhone App, Android App, Mobile Shop, iPad App. Aus technischen Gründen kann ich leider nicht auf das Android App eingehen, den Rest schauen wir uns mal an.
iPhone App
Yoox gibt sich im Netz ja alle Mühe redaktionellen Content anzubieten und spielt mit Services rund um den Shop. Die iPhone App beschränkt sich im wesentlichen auf das Shoppingerlebnis. Nach einem flashartigen Intro beim Start der App wird die Hauptnavi der App offenbart: Geschenke, Shopping, Favoriten, Warenkorb, Mehr.
Hinter Geschenke verbirgt sich eine Art Geschenkefinder in dem man Land und Geschlecht des zu Beschenkenden, Thema und Budget des Geschenks auswählt. Im Anschluss erhält man die Ergebnisse des Shops. Im Prinzip eine geführte Suchanfrage, die aber ganz nett wirkt und mehr als nur ein Gimmick ist da die Filter im Yoox Shop (wie in Teil 1 des Beitrags beschrieben) nicht soviel hergeben.
Shopping ist die altbekannte Shopnavi umgearbeitet auf iPhone-Format. Die Artikel werden in quadratischer Optik, in 3er Reihen angezeigt. Die aus dem Shop bekannten Filtermöglichkeiten sind hier ebenfalls verfügbar. Merkt man sich einen Artikel, so wird er unter den Favoriten in der Hauptnavi vermerkt. Bei Kauf geht’s in den Warenkorb, wobei der Checkout Prozess dem des Webshops nachempfunden ist.
Hinter dem “Mehr” in der Navi verbergen sich Landeseinstellungen, Kurzanleitung zur App und eine kleine Info zu Yoox.
In Summe eine brauchbare App, die immerhin alle Infos des Webs hergibt. Die App zieht dann eben auch die Schwächen des Webshops mit sich, wie z.B. wenige Filter. Ich hatte zudem das Gefühl, dass die App ein wenig träge reagiert. Auf meinen älteren iPhone 3G schmiert die App regelmäßig ab.
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iPad App
Haben wir hier einen Fall von iPad App = hochskalierte iPhone App? Ja mit Sternchen. Im Prinzip ist es dieselbe App mit dem gleichen flashartigen Intro. Es fehlt jedoch der Geschenkefinder (warum iPad User den nicht brauchen?). Als BonBon gibt’s dafür bei der Produktliste die Darstellung als Coverflow. Diese reagiert allerdings sehr hakelig, schwer zu bedienen und überflüssig wie ein Kropf meiner Meingung nach. Man sieht wenige Produkte, kann nicht vergleichen, richtig schön ist es auch nicht usw., aber das ist nur meine subjektive Meinung zu Coverflow (Apple bewegt inzwischen auch wieder weg vom Coverflow als Darstellungselement).
Das die iPad App trotzdem ganz cool wirkt liegt halt am iPad. Eher nicht an der App-Konzeption. Die Auflösung, die Farben, gepaart mit einheitlichen Darstellung auf der Produktliste und den schönen Klamotten, das wirkt. Hier sieht man wieder, wie schön man am iPad Mode darstellen kann.
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Mobile Shop
Last but not least, ein paar Worte zum Mobile Shop, bzw. Mobile Frontend des Webshops. Hier greift Yoox den Look des Webshops auf, ebenso die Navielemente und Features. Die Produktliste zeigt die Artikeldetails, die auch im Webshop zu finden sind, verzichtet dabei aber auf die optisch schickere Optik des iPhone Apps. Insg. eine gute Umsetzung da man sich trotz des kleinen Screens gut zurechtfindet und der Shop im Vergleich zu den meistens anderen Mobile Shops gut designt ist. Einziger Haken: Die Artikeldetailansicht zeigt zuerst ein großes Artikelfoto, die Details liegen hinter einem relativ kleinen Button.
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Fazit
Der Ritt durch den Yoox Shop ist die reinste Berg- und Talfahrt. Die großen Problem des Shops sind die fehlenden Empfehlungen. Zusammen mit der fragwürdigen Useability der Suche bildet sich ein Szenario mangelnder Userführung im Shop. So werden Suche und Artikeldetailseiten, sowie der Checkoutprozess zu Clickpfad-Sackgassen und User können sich nicht durch andere User oder redaktionell gestützt Inspiration durch Empfehlungen einholen. Ebenfalls schwer wiegt der fehlende Preisfilter.
Wenn man es positiv sieht: Die Mängel sind schnell zu beheben. Yoox dient langfristig die strategische Basis an Partnershops und Content, die exzellent ist. Die Stärke liegt im Netzwerk / der Verzahnung der Shops und Sites / auf strategischer Ebene. Yoox ist der einzige Shop, der mir bekannt ist, der alle Endgeräte bedient.























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Nachtrag: Anscheinend hat Yoox doch kein (noch) Android-App. Dafür läuft derzeit zur WM eine interessante 10% Gutschein-Aktion, wobei die Gutscheine nur 90 Minuten Gültigkeit haben (= während der WM Spiele).
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